Rechengrundlagen

Jede Formel, jede Fundstelle, jede Modellannahme – mit Quelle, Datenstand und dem, was offen bleibt

Warum diese Seite offen steht

Ein Bewertungsrechner ist so viel wert wie das, was man über ihn weiß. Deshalb steht hier für jedes der zehn Rechenwerkzeuge die verwendete Formel, die Fundstelle in der Verordnung, jede getroffene Modellannahme und ein vollständig durchgerechnetes Beispiel. Wer will, rechnet nach.

Dazu gehört das Gegenteil: Weiter unten steht, welche Daten gegen welche Quelle abgeglichen sind – und was an diesen Werkzeugen noch nicht unabhängig geprüft ist.

574automatisierte Prüfpunkte bestanden
0fehlgeschlagen
8Daten gegen Quelle belegt
7offene Punkte

Was der Prüfstand ist – und was nicht

Hinter den Zahlen oben stehen zwei automatisierte Testläufe, die bei jeder Änderung mitlaufen. Der erste ruft die Rechner auf und hält die Ergebnisse gegen geschlossene Formeln, gegen Identitäten, die von keiner Kalibrierung abhängen, und gegen Zahlen, die als Zahl im Verordnungstext stehen – 521 Prüfpunkte. Der zweite rechnet 53 Referenzfälle von Hand nach, ohne die Hilfsfunktionen der Rechner zu benutzen, und vergleicht. Der Barwertfaktor wird dort bewusst anders gebildet als im Rechner, damit ein Fehler in genau einer der beiden Formen auffiele.

Was das nicht ist: keine Zertifizierung, keine Prüfung durch eine neutrale Stelle, keine fachliche Abnahme. Automatisierte Tests zeigen, dass die Rechner das tun, was hier beschrieben ist. Ob das Beschriebene fachlich richtig ist, entscheidet ein Mensch – und diese Abnahme steht aus. Sie steht deshalb unten unter den offenen Punkten.

BodenwertrechnerWohnflächenrechnerBGF-NäherungsrechnerRestnutzungsdauer-RechnerSachwertrechnerErtragswertrechnerVergleichswertrechnerErbbaurechtsrechnerWohnungsrecht- und NießbrauchrechnerRenditerechner

Bodenwertrechner

§§ 13–19, 40 ImmoWertV

Er nimmt den Bodenrichtwert und passt ihn in drei Schritten an das zu bewertende Grundstück an: an den Wertermittlungsstichtag über den Index des Gutachterausschusses, an die Abweichung in Größe, Tiefe oder Geschossflächenzahl über den Umrechnungskoeffizienten, und an die übrigen Besonderheiten über einen begründeten Zu- oder Abschlag. Die Angaben zur Bodenrichtwertzone, zum Entwicklungszustand und zum beitragsrechtlichen Zustand werden erfasst, weil sie zum Bodenrichtwert passen müssen.

Die Formel

Bodenwert je m² = Bodenrichtwert × Indexfaktor × Umrechnungskoeffizient × (1 + Zu-/Abschlag)
Bodenwert = Bodenwert je m² × Grundstücksfläche

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

Bodenrichtwert 300 €/m², Index 1,10, Umrechnungskoeffizient 0,90, kein Zuschlag, 600 m².

EingabeWert
Bodenrichtwert 300 €/m²
Stichtag des Bodenrichtwerts 2026
Wertermittlungsstichtag 2026
Indexfaktor auf den Stichtag 1,1
Umrechnungskoeffizient 0,9
Zu-/Abschlag 0 %
Grundstücksfläche 600 m²
Bodenrichtwertzone
Entwicklungszustand baureifes Land
Beitragsrechtlicher Zustand erschließungsbeitrags- und kostenerstattungsbetragsfrei
Nutzungsart
GFZ / WGFZ des Richtwertgrundstücks 0
Grundstücksgröße des Richtwertgrundstücks 0 m²
RechenschrittErgebnis
Bodenrichtwert Ausgangswert 300,00 €/m²
nach Indexanpassung 330,00 €/m²
nach Umrechnungskoeffizient 297,00 €/m²
nach Zu-/Abschlag 297,00 €/m²
Grundstücksfläche 600,00 m²
Bodenwert 178.200 €

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

Wohnflächenrechner

§§ 2–4 WoFlV

Er rechnet die nach § 3 WoFlV ermittelten Grundflächen mit den Anrechnungsquoten des § 4 zusammen. Die Quoten sind keine Schätzung, sie stehen als Zahl in der Verordnung. Eine Balkonquote über 50 % wird nicht still gekappt, sondern als Fehler gemeldet.

Die Formel

Wohnfläche =
  Grundfläche ab 2,00 m lichter Höhe            × 100 %
+ Grundfläche 1,00 m bis unter 2,00 m           ×  50 %
+ Grundfläche unter 1,00 m                      ×   0 %
+ unbeheizbare Wintergärten, Schwimmbäder u. Ä. ×  50 %
+ Balkone, Loggien, Dachgärten, Terrassen       × gewählte Quote (0–50 %)

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

100 m² über 2,00 m, 40 m² zwischen 1,00 und 2,00 m, 20 m² darunter, 12 m² Balkon zu 25 %.

EingabeWert
Grundfläche ab 2,00 m lichter Höhe 100 m²
Grundfläche 1,00 m bis unter 2,00 m 40 m²
Grundfläche unter 1,00 m 20 m²
Unbeheizbare Wintergärten 0 m²
Unbeheizbare Schwimmbäder und ähnliche geschlossene Räume 0 m²
Balkone, Loggien, Dachgärten, Terrassen 12 m²
Anrechnungsquote 25 %
RechenschrittErgebnis
ab 2,00 m · 100 % 100,00 m²
1,00 m bis unter 2,00 m · 50 % 20,00 m²
unter 1,00 m · 0 % 0,00 m²
unbeheizbare Wintergärten · 50 % 0,00 m²
unbeheizbare Schwimmbäder u. Ä. · 50 % 0,00 m²
Balkone u. Ä. · 25 % 3,00 m²
Wohnfläche nach WoFlV 123,00 m²

Hinweise, die der Rechner zu diesem Beispiel ausgibt

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

BGF-Näherungsrechner

Näherung – keine Ermittlung nach DIN 277
Keine BGF-Ermittlung nach DIN 277. Das Ergebnis darf nicht ungeprüft als Brutto-Grundfläche in eine Wertermittlung übernommen werden. Für eine belastbare Ermittlung sind die Grundflächen je Grundrissebene aus den Bauunterlagen aufzumessen.

Er schätzt die Brutto-Grundfläche aus einer Regelgeschossfläche, dem Unterkellerungsanteil und der tatsächlich nutzbaren Dachgeschossfläche. Das ist ausdrücklich keine Ermittlung nach DIN 277 – die verlangt die Aufmessung je Grundrissebene. Das Verhältnis von Wohnfläche zu BGF dient als Plausibilitätskontrolle.

Die Formel

BGF (Näherung) =
  Σ (Außenfläche je Vollgeschoss)
+ Außenfläche × Unterkellerungsanteil
+ marktüblich nutzbare Dachgeschossfläche

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

10 × 10 m Regelgeschoss, zwei Vollgeschosse, voll unterkellert, 63 m² nutzbares Dachgeschoss.

EingabeWert
Außenlänge Regelgeschoss 10 m
Außenbreite Regelgeschoss 10 m
Anzahl Vollgeschosse 2
Unterkellerungsanteil 100 %
Marktüblich nutzbare Dachgeschossfläche 63 m²
Bereich b (überdeckt, nicht allseits umschlossen) 0 m²
Wohnfläche zur Plausibilitätskontrolle 168 m²
RechenschrittErgebnis
Regelgeschossfläche 100,00 m²
Vollgeschosse 200,00 m²
Keller (100 %) 100,00 m²
Dachgeschoss, nutzbar 63,00 m²
Bereich b 0,00 m²
Verhältnis Wohnfläche / BGF 46,3 %
Brutto-Grundfläche (Näherung) 363,00 m²

Hinweise, die der Rechner zu diesem Beispiel ausgibt

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Restnutzungsdauer-Rechner

§ 4 + Anlage 2 ImmoWertV

Er ermittelt die Restnutzungsdauer nach dem Modell der Anlage 2 – ausschließlich für Wohngebäude. Unterhalb einer vom Modernisierungsgrad abhängigen Anwendungsschwelle gilt Gesamtnutzungsdauer minus Alter; ab der Schwelle greift eine quadratische Funktion des relativen Alters. Für Nichtwohngebäude wird keine Formel angewendet, die Restnutzungsdauer ist dort einzugeben und zu begründen.

Die Formel

Wohngebäude:
  x = Alter ÷ GND
  x <  Schwelle:  RND = GND − Alter
  x >= Schwelle:  RND = GND × (a·x² − b·x + c),  höchstens 70 % der GND
Nichtwohngebäude:
  Anlage 2 ist nicht anwendbar. RND ist sachverständig zu würdigen.

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

Ein-/Zweifamilienhaus, GND 80 Jahre, Baujahr 1980, Stichtag 2026, modernisiert an Dach, Fenstern, Heizung und Bädern – zusammen 10 Punkte.

EingabeWert
Gebäudeart nach Anlage 1 Ein- und Zweifamilienhäuser – GND 80 Jahre
Gesamtnutzungsdauer 80 Jahre
Baujahr 1980
Wertermittlungsstichtag (Jahr) 2026
Kernsanierung durchgeführt nein
Dach inkl. Wärmedämmung 4 von 4
Wärmedämmung der Außenwände 0 von 4
Fenster und Außentüren 2 von 2
Leitungssysteme (Strom, Gas, Wasser, Abwasser) 0 von 2
Heizungsanlage 2 von 2
Bäder 2 von 2
Innenausbau (Türen, Bodenbeläge, Treppen) 0 von 2
Wesentliche Verbesserung der Grundrissgestaltung 0 von 2
RechenschrittErgebnis
Gebäudeart Ein- und Zweifamilienhäuser
Alter des Gebäudes 46 Jahre
Modernisierungspunkte 10 von 20 · mittlerer Modernisierungsgrad
relatives Alter 57,5 %
Anwendungsschwelle (Anlage 2) 18,0 %
angewendeter Zweig Modellformel der Anlage 2
RND ohne Modernisierung 34 Jahre
Alterswertminderungsfaktor 0,575
Restnutzungsdauer 46 Jahre

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

Sachwertrechner

§§ 35–39 ImmoWertV

Er baut den Sachwert in der Reihenfolge der Verordnung auf: Normalherstellungskosten auf den Stichtag fortschreiben und regionalisieren, mit der Brutto-Grundfläche multiplizieren, um die Alterswertminderung kürzen, Außenanlagen und Bodenwert hinzurechnen, mit dem Sachwertfaktor an den Markt anpassen und erst danach die besonderen objektspezifischen Merkmale ansetzen.

Die Formel

NHK auf Stichtag = NHK 2010 × (Baupreisindex ÷ 100) × Regionalfaktor × Korrekturfaktoren
Herstellungskosten = BGF × NHK auf Stichtag
Gebäudesachwert = Herstellungskosten × (RND ÷ GND)
vorläufiger Sachwert = Gebäudesachwert + Außenanlagen + Bodenwert
Verfahrenswert = vorläufiger Sachwert × Sachwertfaktor ± boG

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

300 m² BGF, NHK 835 €/m² (EFH Standardstufe 3), Index 198,2 für Mai 2026, Regionalfaktor 1,0, Baujahr 1980, 10 Modernisierungspunkte, 5 % Außenanlagen, Bodenwert 180.000 €, Sachwertfaktor 1,1.

EingabeWert
Gebäudetyp nach Anlage 4 1.01 Ein-/Zweifamilienhaus freistehend, unterkellert – Stufe 3 · 835 €/m²
Normalherstellungskosten 2010 835 €/m² BGF
Brutto-Grundfläche 300 m²
Baupreisindex 198,2 2010 = 100
Berichtsquartal des Index Mai 2026
Datenstand der Abfrage 10.07.2026
Regionalfaktor 1
Gebäudeart für die Restnutzungsdauer Ein- und Zweifamilienhäuser
Gesamtnutzungsdauer 80 Jahre
Baujahr 1980
Wertermittlungsstichtag (Jahr) 2026
Modernisierungspunkte nach Anlage 2 10
Außenanlagen ansetzen als Prozentsatz des Gebäudesachwerts (vereinfachter Modellansatz)
Außenanlagen 5 % des Gebäudesachwerts
Bodenwert 180000 €
Sachwertfaktor 1,1
Besondere objektspezifische Merkmale keine
RechenschrittErgebnis
NHK 2010 835,00 €/m²
Baupreisindex (2010 = 100) 198,2 · Mai 2026
NHK indiziert, regionalisiert 1.654,97 €/m²
Herstellungskosten 496.491 €
Restnutzungsdauer 46 Jahre
Alterswertminderungsfaktor 0,575
Sachwert der baulichen Anlagen 285.671 €
Außenanlagen (5,0 %) 14.284 €
Bodenwert 180.000 €
vorläufiger Sachwert 479.955 €
Sachwertfaktor 1,10
marktangepasster Sachwert 527.950 €
besondere objektspez. Merkmale
Verfahrenswert Sachwert 527.950 €

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Ertragswertrechner

§§ 27–34 ImmoWertV

Er ermittelt den Ertragswert im allgemeinen Verfahren und rechnet dieselbe Aufgabe zur Kontrolle zusätzlich im vereinfachten Verfahren. Beide müssen übereinstimmen. Die Bewirtschaftungskosten werden einzeln ausgewiesen und richten sich nach Objektart und Stichtagsjahr.

Die Formel

Rohertrag = Fläche × marktüblich erzielbare Miete × 12 + Stellplätze × Miete × 12
Bewirtschaftungskosten = Verwaltung + Instandhaltung + Mietausfallwagnis + nicht umlagefähige BK
Reinertrag = Rohertrag − Bewirtschaftungskosten
V = (1 − (1 + z)^−n) ÷ z
Ertragswert (§ 28) = (Reinertrag − Bodenwert × z) × V + Bodenwert
Probe (§ 29)       = Reinertrag × V + Bodenwert × (1 + z)^−n

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

Mietwohngebäude, 400 m² Wohnfläche, 10 €/m² Marktmiete, vier Wohneinheiten, Bodenwert 200.000 €, Liegenschaftszinssatz 3,5 %, Restnutzungsdauer 45 Jahre.

EingabeWert
Objektart Mietwohngebäude
Wertermittlungsstichtag (Jahr) 2026
Wohn-/Nutzfläche gesamt 400 m²
Marktüblich erzielbare Miete 10 €/m²/Monat
Anzahl Wohneinheiten 4
Anzahl Garagen/Stellplätze 0
Miete je Stellplatz 0 €/Monat
Verwaltungskosten je Einheit 367 €/Jahr
Verwaltungskosten je Stellplatz 48 €/Jahr
Instandhaltung je m² 14,4 €/m²/Jahr
Instandhaltung je Stellplatz 108 €/Jahr
Mietausfallwagnis 2 % des Rohertrags
Nicht umlagefähige Betriebskosten 0 €/Jahr
Bodenwert 200000 €
Liegenschaftszinssatz 3,5 %
Restnutzungsdauer 45 Jahre
Besondere objektspezifische Merkmale keine
RechenschrittErgebnis
Objektart Mietwohngebäude
Stand der Anlage-3-Ansätze 2026 · Fortschreibung nach Anlage 3 Abschnitt III ImmoWertV, VPI Oktober 2001 = 77,1 auf VPI Oktober 2025 = 123,0 (Basis 2020 = 100)
Rohertrag p. a. 48.000 €
– Verwaltung Wohnen/Einheiten 1.468 €
– Verwaltung Stellplätze 0 €
– Instandhaltung Fläche 5.760 €
– Instandhaltung Stellplätze 0 €
– Mietausfallwagnis (2,0 %) 960 €
– nicht umlagefähige Betriebskosten 0 €
Bewirtschaftungskosten gesamt 8.188 € (17,1 %)
Reinertrag p. a. 39.812 €
Barwertfaktor § 34 22,50
Bodenwertverzinsungsbetrag 7.000 €
Reinertragsanteil bauliche Anlagen 32.812 €
vorläufiger Ertragswert (§ 28) 938.121 €
Probe (§ 29 vereinfacht) 938.121 €
besondere objektspez. Merkmale
Verfahrenswert Ertragswert 938.121 €

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

Vergleichswertrechner

§§ 24–26 ImmoWertV

Er wertet bereits angepasste Vergleichspreise aus. Welcher Lageparameter maßgeblich ist, schreibt die ImmoWertV nicht vor – die Wahl zwischen Median, arithmetischem und getrimmtem Mittel ist eine methodische Modellannahme und zu begründen. Spannweite, Standardabweichung und Variationskoeffizient zeigen, wie belastbar die Reihe ist.

Die Formel

Lageparameter der angepassten Preise je m² × Fläche ± boG
relative Spannweite = (größter Wert − kleinster Wert) ÷ arithmetisches Mittel
Variationskoeffizient = Standardabweichung ÷ arithmetisches Mittel

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

Fünf angepasste Vergleichspreise zwischen 4.105 und 4.316 €/m², 78 m² Fläche, Median.

EingabeWert
Fall A – €/m² angepasst 4203
Fall B – €/m² angepasst 4159
Fall C – €/m² angepasst 4316
Fall D – €/m² angepasst 4113
Fall E – €/m² angepasst 4105
Fall F – €/m² angepasst 0
Fall G – €/m² angepasst 0
Fall H – €/m² angepasst 0
Lageparameter Median
Fläche des Bewertungsobjekts 78 m²
Besondere objektspezifische Merkmale keine
RechenschrittErgebnis
verwertbare Fälle 5
Spannweite 4.105 – 4.316 €/m²
relative Spannweite (max − min) ÷ Mittel 5,0 %
Standardabweichung 86 €/m²
Variationskoeffizient 2,1 %
arithmetisches Mittel 4.179 €/m²
Median 4.159 €/m²
getrimmtes Mittel 4.158 €/m²
gewählter Lageparameter: Median 4.159 €/m²
vorläufiger Vergleichswert 324.402 €
besondere objektspez. Merkmale
Verfahrenswert Vergleichswert 324.402 €

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

Erbbaurechtsrechner

§§ 48–52 ImmoWertV
Finanzmathematischer Wert, nicht der abschließende Verkehrswert. Vorrangig ist der Vergleichswert nach § 49 bzw. § 51, soweit Vergleichsfälle vorliegen. Marktanpassung und besondere Vertragsmerkmale sind gesondert zu würdigen.

Er bewertet Erbbaurecht und Erbbaugrundstück getrennt nach der finanzmathematischen Methode. Maßgeblich für den nicht entschädigten Anteil ist der Gebäudewert bei ZEITABLAUF, nicht am Stichtag. Beim Erbbaugrundstück wird dieser Anteil abgezinst HINZUGERECHNET. Die Summe beider Werte ergibt als Kontrollrechnung das fiktive Volleigentum, sofern beide Zinssätze übereinstimmen.

Die Formel

angemessener Erbbauzins = Bodenwert × angemessener Erbbauzinssatz
Erbbauzinsdifferenz     = angemessener Erbbauzins − erzielbarer Erbbauzins
kapitalisierte Differenz = Erbbauzinsdifferenz × V
nicht entschädigter Anteil bei Zeitablauf = Gebäudewert bei Zeitablauf × (1 − Entschädigungsquote)
Barwert dieses Anteils  = nicht entschädigter Anteil × A

Wert Erbbaurecht (§ 50)      = Gebäudewert am Stichtag
                             + kapitalisierte Erbbauzinsdifferenz
                             − Barwert des nicht entschädigten Anteils

Wert Erbbaugrundstück (§ 52) = Bodenwert × A
                             + erzielbarer Erbbauzins × V
                             + Barwert des nicht entschädigten Anteils

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

Bodenwert 220.000 €, beide Zinssätze 3 %, erzielbarer Erbbauzins 4.400 €, Restlaufzeit 42 Jahre, Restnutzungsdauer 55 Jahre, Gebäudewert 310.000 € am Stichtag und 95.000 € bei Zeitablauf, Entschädigung zu zwei Dritteln.

EingabeWert
Bodenwert unbelastet 220000 €
Angemessener Erbbauzinssatz 3 %
Kapitalisierungs-/Abzinsungszinssatz 3 %
Erzielbarer Erbbauzins 4400 €/Jahr
Wertsicherungsklausel vorhanden und durchsetzbar
Restlaufzeit des Erbbaurechts 42 Jahre
Restnutzungsdauer der baulichen Anlagen 55 Jahre
Gebäudewert am Wertermittlungsstichtag 310000 €
Gebäudewert bei Zeitablauf 95000 €
Entschädigungsquote bei Zeitablauf 66,7 %
Heimfallregelung übliche Regelung mit Entschädigung
Zustimmungsvorbehalte üblich (Veräußerung, Belastung)
Marktanpassungsfaktor 1
Besondere Merkmale / boG keine
RechenschrittErgebnis
Barwertfaktor V / Abzinsungsfaktor A 23,70 / 0,2890
angemessener Erbbauzins 6.600 € / Jahr
erzielbarer Erbbauzins 4.400 € / Jahr
Erbbauzinsdifferenz 2.200 € / Jahr
kapitalisierte Erbbauzinsdifferenz 52.143 €
Gebäudewert bei Zeitablauf 95.000 €
nicht entschädigter Anteil bei Zeitablauf 31.635 €
Barwert des nicht entschädigten Anteils 9.141 €
finanzmathematischer Wert Erbbaurecht (§ 50) 353.002 €
finanzmathematischer Wert Erbbaugrundstück (§ 52) 176.998 €
Kontrollsumme beider Werte 530.000 €
fiktives Volleigentum (Bodenwert + Gebäudewert) 530.000 €
Marktanpassungsfaktor 1,00
besondere Merkmale / boG
rechnerische Kontrollkennzahl Erbbaurecht ÷ Volleigentum 0,67
Erbbaurecht nach Marktanpassung 353.002 €

Hinweise, die der Rechner zu diesem Beispiel ausgibt

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

Wohnungsrecht- und Nießbrauchrechner

§§ 46, 47 ImmoWertV
Vereinfachte finanzmathematische Wertindikation, kein abschließender Verkehrswert. Bei lebenslangen Rechten rechnet dieser Rechner mit einer festen Laufzeit und NICHT mit einem Leibrentenbarwert aus einer Sterbetafel. Das ist eine Näherung – siehe Modellannahmen.

Er kapitalisiert die jährliche Belastung eines Wohnungsrechts oder Nießbrauchs. Wohnungsrecht und Nießbrauch, befristet und lebenslang sind getrennt. Bei lebenslangen Rechten rechnet er mit einer festen Laufzeit statt mit einem Leibrentenbarwert aus einer Sterbetafel – das ist eine Näherung und im Ergebnis so gekennzeichnet.

Die Formel

Jahreswert des Rechts = Nutzungswert − vom Berechtigten getragene Kosten
Belastung des Eigentümers = Jahreswert + zusätzlich vom Eigentümer getragene Kosten
befristet:   Barwert = Belastung × V(z, Laufzeit)
lebenslang:  Barwert = Belastung × V(z, Laufzeit aus Lebenserwartung)   ← Näherung
vorschüssig: Barwert × (1 + z)

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

Wohnungsrecht, lebenslang, 95 m², 10,50 €/m² ortsübliche Miete, 1.400 € vom Berechtigten getragene Kosten, 14 Jahre angesetzte Laufzeit, 2,5 % Kapitalisierungszinssatz.

EingabeWert
Art des Rechts Wohnungsrecht (§ 1093 BGB) – Eigennutzung
Dauer lebenslang
Anzahl Berechtigter eine Person
Alter der ersten Person am Stichtag 74 Jahre
Geschlecht der ersten Person weiblich
Angesetzte Laufzeit aus der Lebenserwartung 14 Jahre
Verwendete Sterbetafel Sterbetafel 2021/2023, Destatis
Bewertungsstichtag
Betroffene Fläche 95 m²
Ortsübliche Miete netto kalt 10,5 €/m²/Monat
Vom Berechtigten getragene Kosten 1400 €/Jahr
Zusätzlich vom Eigentümer getragene Kosten 0 €/Jahr
Zahlungsweise nachschüssig
Kapitalisierungszinssatz 2,5 %
Verkehrswert unbelastet 395000 €
Marktgängigkeitsabschlag 0 %
RechenschrittErgebnis
Art des Rechts Wohnungsrecht (§ 1093 BGB)
Dauer lebenslang, angesetzte Laufzeit 14 Jahre
Nutzungswert p. a. 11.970 €
abzüglich vom Berechtigten getragener Kosten -1.400 €
Jahreswert des Rechts 10.570 €
zuzüglich zusätzlicher Kosten des Eigentümers 0 €
Jährliche Belastung des Eigentümers 10.570 €
Barwertfaktor (nachschüssig) 11,69
Barwert der Belastung 123.573 €
Marktgängigkeitsabschlag
vorläufiger Wert der Belastung 123.573 €
Verkehrswert unbelastet 395.000 €
vereinfachte finanzmathematische Wertindikation belastet 271.427 €

Hinweise, die der Rechner zu diesem Beispiel ausgibt

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

Renditerechner

Investorenrechnung – kein Verfahren der ImmoWertV
Investorenkennzahlen. Dies ist kein Verfahren der ImmoWertV und liefert keinen Verkehrswert.

Er rechnet die Kennzahlen aus, nach denen ein Kapitalanleger fragt. Das ist kein Verfahren der ImmoWertV und liefert keinen Verkehrswert – der Rechner sagt das an zwei Stellen.

Die Formel

Kaufpreisfaktor        = Kaufpreis ÷ Jahresnettokaltmiete
Bruttomietrendite      = Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis
Reinertrag             = Jahresnettokaltmiete × (1 − Bewirtschaftungskostenquote)
Gesamtinvestition      = Kaufpreis × (1 + Erwerbsnebenkosten)
Nettoanfangsrendite    = Reinertrag ÷ Gesamtinvestition
Kapitaldienst          = Darlehen × (Zins + Tilgung)
Cashflow vor Steuern   = Reinertrag − Kapitaldienst
Eigenkapitalrendite    = (Reinertrag − Zins) ÷ Eigenkapital

Fundstellen

Modellannahmen

Durchgerechnetes Beispiel

Kaufpreis 1.000.000 €, Jahresnettokaltmiete 50.000 €, 20 % Bewirtschaftungskosten, 10 % Nebenkosten, 300.000 € Eigenkapital, 4 % Zins, 2 % Anfangstilgung.

EingabeWert
Kaufpreis 1000000 €
Jahresnettokaltmiete 50000 €
Bewirtschaftungskosten 20 % der Miete
Erwerbsnebenkosten 10 % des Kaufpreises
Eigenkapital 300000 €
Sollzins 4 %
Anfangstilgung 2 %
RechenschrittErgebnis
Kaufpreisfaktor (Kaufpreis ÷ Jahresmiete) 20,0-fach
Bruttomietrendite (Miete ÷ Kaufpreis) 5,0 %
Reinertrag p. a. 40.000 €
Gesamtinvestition inkl. Nebenkosten 1.100.000 €
Nettoanfangsrendite (Reinertrag ÷ Gesamtinvestition) 3,6 %
Darlehen 800.000 €
Zins p. a. 32.000 €
Tilgung p. a. 16.000 €
Kapitaldienst p. a. 48.000 €
Cashflow vor Steuern p. a. -8.000 €
Eigenkapitalrendite vor Steuern, ohne Tilgung 2,7 %

Hinweise, die der Rechner zu diesem Beispiel ausgibt

Diese Zahlen sind beim Aufruf dieser Seite mit derselben Datei gerechnet worden, die auch im Kurs läuft. Formel, Fundstellen und Modellannahmen stammen ebenfalls unmittelbar aus dem Rechner – sie werden nicht getrennt gepflegt.

Quellen und Datenstand

Welche Zahl gegen welche Quelle gehalten wurde. Aufgeführt ist nur, was tatsächlich abgeglichen ist – nicht, was plausibel aussieht.

Was offen ist

Diese Punkte sind keine bekannten Fehler. Es sind Stellen, an denen entweder die Auslegung nicht abschließend geklärt ist oder niemand Unabhängiges bestätigt hat, dass der Rechner richtig liegt. Wo sich eine offene Frage auf ein Ergebnis auswirkt, sagt der Rechner es an Ort und Stelle. Erledigte Punkte werden hier entfernt, sobald sie belegt sind.

Die Rechenwerkzeuge dienen der Marktwerteinschätzung. Sie ersetzen keine Verkehrswertermittlung im Sinne des § 194 BauGB und kein Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Welche Werte im Einzelfall anzusetzen sind – Liegenschaftszinssatz, Sachwertfaktor, Umrechnungskoeffizienten, Vergleichsfälle – entscheidet der Bearbeiter anhand der Daten des örtlich zuständigen Gutachterausschusses; die Vorbelegungen sind Beispielwerte und keine Empfehlung. Die ImmoWertA ist ein Anwendungshinweis der Fachkommission und keine Rechtsnorm.